Tour de l’Ardèche 2026:
Paddelglück, Lavendelduft und Gitarrenklänge
Vom 11. bis 19. April 2026 tauschten Martyna, Astrid, Christiane und Ralph, Sevgi und Hüseyin den Alltag gegen das wilde Herz Südfrankreichs ein. Unser Basislager: ein gemütlicher Zeltplatz in Chauzon, direkt an der Ardèche gelegen, 20 km oberhalb von Vallon. Zwischen Mobilheimen, Pool und dem ersten Frühlingserwachen starteten wir in eine Woche voller Abenteuer.
Kulinarik und Gemeinschaft: Die „KKM-Kochgruppe“ in Bestform
Der Tag begann rituell: Frühstück im Lodge-Mobilheim bei Ralph und Christiane. Hier wurde nicht nur Kaffee getrunken, sondern auch die legendäre KKM-Kochgruppe fortgeführt. Ein besonderes Highlight für die Sinne war der Morgen, an dem Sevgi uns mit Menemen, einem warmen türkischen Gemüsefrühstück mit Ei, verwöhnte.
Das gemeinschaftliche Spargel- und Kartoffelschälen wurde zur meditativen Vorbereitung auf die kulinarischen Highlights. Zweimal ließen wir uns zudem von Fabienne, unserer „Chef de Cuisine“ vom Campingplatz, mit französischer Kochkunst verwöhnen – natürlich begleitet von der süffigen Hausmarke, dem Rosé „La Digue“.
Die Abende gehörten der Musik. Wenn Martyna und Ralph die Gitarren auspackten, durfte der französische Klassiker schlecht hin nicht fehlen: „La Ballade des gens heureux“ von Gérard Lenorman. Bei Gesang und Gitarrenspiel war das Savoir-vivre perfekt.
https://www.youtube.com/watch?v=he4jmetnkQY
Wildwasser-Highlights: Von der Slalomstrecke bis zum großen Canyon
Das Paddeln stand natürlich im Mittelpunkt, und die Ardèche zeigte sich von ihrer besten Seite:
1. Einpaddeln: Zum Warmwerden ging es von der Slalomstrecke Vallon durch das monumentale Felsentor des Pont d’Arc. Ein perfekter Einstieg mit ersten Technikübungen.
2. Das Chassezac-Wunder: Ein Blick auf den Pegel am Morgen verhieß Gutes – der Chassezac hatte Wasser! Während der Rest der Gruppe anderen Plänen nachging, eilten Ralph und Martyna, begleitet von Christiane, nach Chambonas. Martyna und Ralph, genossen eine Traumtour durch die Gorges de Paiolive: enge Felswände, spannende Schrägabfälle und ein grandioses Finale im „Labyrinth“ aus Felsplatten.
3. Mutprobe am „Charlemagne“: Zurück auf der Ardèche nutzte Ralph zunächst die Chance, den geöffneten Slalomkanal mit ein paar Toren zu befahren. Im Anschluss paddelte die gesamte Gruppe gemeinsam weiter Richtung Pont d’Arc. Die Strecke forderte uns bei höherem Wasserstand noch einmal beim „Charlemagne“, einem verblockten Schwall, den aber alle mit viel Mut und Geschick meisterten.
4. Die Königsetappe: Fünf Stunden durch den großen Canyon von Pont d’Arc bis Sauze. Zwischen gigantischen Formationen wie der „Cathédrale“ (die uns Kölner fast an den Dom erinnerte) zeigten wir unser Können. Während Leihbootfahrer am „Hackmesser“ oder am „Dent Noire“ (Schwarzer Zahn) baden gingen, manövrierten wir KKM’ler uns souverän durch die Kehrwässer. Der verdiente Kaffee in Sauze schmeckte danach doppelt gut.
5. Genuss-Finale: Die letzte Tour führte uns von Vogüé über Lanas zurück nach Chauzon. Maryna nahm Sevgi im 2er-Kajak mit – ein Riesenspaß auf dem Teilstück oberhalb unseres Zeltplatzes.
Kultur und Ausflüge: Mehr als nur Paddeln
Auch abseits des Wassers gab es viel zu entdecken. Hüseyin und Sevgi machten einen geschichtsträchtigen Abstecher nach Avignon, spazierten an der berühmten Brücke Pont Saint-Bénézet (bekannt auch aus dem Volkslied „Sur le Pont d’Avignon…) und am imposanten Papstpalast vorbei.
Ein duftendes Highlight war der Besuch des Lavendelmuseums durch Christiane und Sevgi sowie ein Spaziergang durch das malerische Aiguèze, das hoch über der Ardèche bei St. Martin thront. Vallon glänzte mit schmalen Gassen, schönen Cafés, vielen kleinen Geschäften sowie einen grandiosen Blick in Richtung der Cevennen.
Besonders in Erinnerung bleibt auch der Besuch der Grotte de la Madeleine, einer der schönsten Tropfsteinhöhlen Frankreichs, sowie das mittelalterliche Balazuc, das wir sowohl zu Fuß als auch vom Boot aus bewunderten.
Ein besondere Herausforderung war Martynas Erkundungstour: Sie wanderte vom Zeltplatz über einen Berg ins mittelalterliche Balazuc, um von dort aus mit einem Leihboot ein Teilstück der Ardèche für unsere Abschlusstour am letzten Paddeltag zu erkunden.
Auch die Markttage in der Umgebung wurden intensiv genutzt: Während Ralph sich auf dem Marché in Vallon und Ruoms als passionierter Tischdeckensammler eine neue französische Decke sicherte, erstand Christiane duftende, naturbelassene französische Seifen.
Ein herzliches Dankeschön
Ein ganz besonderer Dank gilt Christiane. Als unsere treue „Landcrew“ begleitete sie uns mit dem PKW bei den Touren. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz beim Umsetzen der Fahrzeuge wäre die Woche nur halb so entspannt gewesen!
Es war eine Woche voller Lachen, sportlicher Erfolge und französischer Leichtigkeit. Die Ardèche 2026 wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Au revoir und bis zum nächsten Mal!
Ralph Wiegand
































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